Uns geht’s gut…
Moncarapacho
Heute war ein ruhiger, entspannter (und heißer) Tag auf dem Stellplatz in Moncarapacho (etwas im Hinterland östlich von Faro). Der Platz ist sehr schön und hat ordentliche Einrichtungen (Duschen usw.), so dass wir uns spontan entschlossen haben, hier zu bleiben.
Abgesehen von einer Fahrradfahrt zum Einkaufen gab es nichts. Morgen ist Donnerstag und damit Uwes Arbeitstag. Es geht also erst am Freitag weiter.
Vila Real de Santo Antonio
Heute war ein Überführungs- und Versorgungstag: Wir sind endlich in Portugal angekommen. Bei Vila Real de Santo Antonio haben wir die Grenze überquert. Der Ort vermittelt uns schon gleich einen Eindruck, wie wir uns Portugal vorgestellt haben.
Das wichtigste war aber der Vodafone-Shop in diesem Ort. Wir hatten uns vorbereitet und die Adresse herausgesucht. Durch die Zeitumstellung (Portugal nimmt nicht an der Sommerzeit teil) haben wir den Laden noch kurz vor der Mittagspause erreicht. Das beste ist der Tarif: 55GByte Datenvolumen über LTE für gerade mal 25€. Weder in Italien noch in Spanien hatten wir einen so günstigen Preis pro Gigabyte.
Einen Zwischenstopp gibt es in Calcela Velha. Der wunderschöne Ausblick auf den blauen Atlantik lässt sich im Bild leider nicht so gut einfangen. Deshalb dieses Haus:
Dann steht noch die Versorgung an. Wir finden wieder einen dieser Riesen-Supermärkte, in dem es alles gibt: Blasenpflaster, Flüssigseife für den Seifenspender, Sprudelwasser, und natürlich Gemüse für das Abendessen.
Der Stellplatz, den wir uns vorab ausgesucht haben, liegt etwas im Hinterland auf einem Hügel inmitten der Zitrusplantagen und ist gut ausgestattet. Hier werden wir es wohl ein paar Tage aushalten.
Sevilla
Der Morgen begann gemütllich – Uwe backte uns ein Brot im Omnia-Ofen.
Als erstes erreichten wir (mit dem Fahrrad) den Plaza Espana, der 1929 im Rahmen einer Ausstellung (Exposicion Ibero Americana) errichtet wurde.
In Sevilla steht eine der ältesten Stierkampfarenen Andalusiens (Plaza de Toros), „eine der schönsten und größten Spaniens“. Wir befanden uns in einer Werbeveranstaltung für den Stierkampf – ist ja alles ganz harmlos (professionell ausgebildete Toreros :-).
Natürlich darf die Catedral von Sevilla nicht fehlen – es ist schließlich nach dem Petersdom und der St.Paul’s die größte Kirche Europas. Die Form ist ungewöhnlich für die Gotik, denn diese Kirche entstand auf dem Grundriss der Almohaden-Moschee, die nach der christlichen Rückeroberung überbaut wurde. In dieser Catedral befindet sich das Grabmal von Christoph Columbus, der uns auf dieser Reise ja schon seit Genua mehrfach begegnet ist.
Die Palastburg der Almohaden (ab 12.Jh.) wurde Residenz der christlichen Könige nach der Rückeroberung und so finden sich in der Reales Alcazares beide Baustile (orientalisch und gotisch) eng nebeneinander. Pedro I. ließ ab 1364 auch maurische Handwerker aus Toledo und Granada kommen, um seinen „orientalischen Traum“ zu verwirklichen.
Zum Palast gehören auch umfangreiche Gärten.
Granada (Alhambra)
Für heute vormittag haben wir vorgestern Eintrittskarten der Alhambra ergattert. (Man kann da nämlich nicht einfach so rein, die Besucherzahlen sind begrenzt.) Die Zugangszeit für den Nasridenpalast ist 09:30 Uhr, so dass wir ungewöhnlich früh vom Campingplatz aufbrechen (Parkplatz suchen, einmal quer über den ganzen Alhambra-Hügel zum Nasridenpalast laufen). Aber es lohnt sich: Wieder so ein Tag, der sich mit Fotos nur unzureichend wiedergeben lässt.
„Alhambra“ ist der Hügel oberhalb Granadas, auf dem verschiedene Generationen von Königen (muslimische und christliche) ihre Burgen und Paläste errichtet haben.
Höhepunkt ist der „Nasridenpalast“ aus der Zeit 1333-1492: Ein Königspalast aus der Zeit der arabischen Herrschaft.
Kennzeichnend sind die vielen arabischen Dekorationen:
Der „Löwenhof“ ist einer der vielen Innenhöfe des Palastes:
In der langen Bestands- und Bauzeit der Alhambra sind verschiedene Paläste und Gärten nebeneinander und in verschiedenen Epochen entstanden, so auch der Partalgarten:
Natürlich gibt es noch ganz viele andere Bilder, aber die zeigen wir Euch erst, wenn wir im Herbst zurück sind (falls ihr die nötige Geduld dafür habt, denn in elf Wochen entstehen insgesamt mehrere hundert Bilder…).
Nachmittags haben wir uns den Weg in die Berge Richtung Ronda gemacht. Heute stehen wir auf einem Stellplatz „im Nichts“ bei einem Holländer, der sich hier niedergelassen hat und ein Bed&Breakfast betreibt. Doch davon morgen mehr…
Granada (Stadt)
Von dem Campingplatz in Granada aus fahren wir mit dem Bus in die Stadt. Wieder steht eine Kathedrale auf dem Programm.
Granada ist Bischofssitz und Sitz der spanischen Könige (Ferdinand und Isabella) zu Kolumbus‘ Zeit. Entsprechend reichhaltig ist die Kathedrale ausgestattet.
Nebenan in der prachtvollen Capilla Real liegen beide begraben (kein Foto, weil verboten).
Stolz ist man hier auch auf den Moment, als Kolumbus der Königin Isabella seinen Vorschlag für die Erforschung eines neuen Seeweges nach Indien unterbreitet:
Heute kochen wir ausnahmsweise mal nicht selbst, sondern genießen eine typische Tapas-Platte:
Murcia
Auf Empfehlung Marias (einer Kollegin) besichtigen wir ihre Heimatstadt, die – erstaunlicherweise – nicht in unserem Reiseführer erwähnt ist.Wir sollen die Kathedrale besichtigen und auf der Taperia ein Pastel del Carne essen.
Das war schon mal eine sehr gute Empfehlung: sehr lecker!
Neben der Kathedrale ist das „Casino“ sehenswert:
Entlang des Innenhofes sind verschiedene Räume, die als Treffpunkt der edlen Gesellschaft Murcias dienten und noch dienen – ähnlich eines englischen Clubs. Eindrucksvoll ist unter anderem der Eingangsbereich:
Anschließend eine längere Überführungsetappe auf der Autobahn nach Granada.
Wasch- und Planungstag bei Murcia
Bei Murcia finden wir einen fantastischen Stellplatz: Er liegt mitten in einem Zitronenhain, ist umfassend ausgestattet (Strom, Wasserver-/-entsorgung, gute Dusche, starkes WLAN, Waschmaschine, großzügige Stellplätze, netter Betreiber / frische Feigen inklusive).
Anders als geplant, legen wir wegen des schönen Platzes (und unserer Faulheit) einen Ruhetag ein, den wir zum Waschen, Putzen, Kuchen backen (Feigen-Streuselkuchen im Omnia-Backofen) nutzen. Kristine als Reiseleiterin plant den Rest der Reise, für den wir bisher nicht vorgebucht haben. Weil es ab jetzt nicht mehr so voll sein wird, hatten wir bisher nicht weiter geplant, wann wir was ansehen. Heute wurde der Reiseführer „Portugal“ gewälzt und die Route geplant. Jetzt müssen noch geeignete Stellplätze gefunden werden. Dem sehen wir entspannt entgegen.
Hier in Südspanien kam es zu wenigen Bränden, die gelöscht sind. Wir verfolgen die Waldbrandsituation auf entsprechenden Internetseiten.
Weg von Valencia nach Murcia
Bei Valencia ist eines der sehr fruchtbaren und gut bewässerten Anbaugebiet für Obst und Gemüse. Die spanische Paella braucht viel Reis… und der wächst hier:
Auf dem Weg nach Süden machen wir einen Zwischenstopp auf dem Cap Sant Antoni bei Xabia. Der Rundumblick ist oben im Banner zu sehen.
Der Anbau verändert sich während der Fahrt nach Murcia immer mehr hin zu Orangen- und Zitronenbäumen.





















