Heute zeigt sich der „Wild Atlantic Way“ mit viel (landwirtschaftlich geprägter) Natur und mit Blicken auf das Meer.
Auf der meist einspurigen Straße ist kaum Verkehr.
Den Abend verbringen wir am Hafenpier von Schull.
Beim Einkauf heute Vormittag haben wir uns mit Donuts* versorgt, die nun von Latte Macciato und einem Blick auf das Treiben in dem kleinen Hafen begleitet werden. *Donuts sind hier das, was bei uns wohl eher „Berliner“ (Pfannkuchen) heißt. Die bei uns übliche Donut-Form gibt eshier als „Donut Ring“.
Wir schlendern durch Kinsale, einen kleinen touristisch geprägten Ort an der Mündung des Flusses Bandon.
Danach geht es entlang der Südküste auf dem „wild atlantic way“ in Richtung Westen. Dabei begegnen wir dem (wiederaufgebauten) „Old Head Signal Tower“, der zu einer Meldekette von 81 ähnlichen Türmen aus der Zeit 1804 bis 1806 stammt, als man das Anrücken der Französischen Flotte im Blick behalten wollte. Nachdem die „Lusitania“ im ersten Weltkrieg von den Deutschen hier 12 Meilen südlich vor der Küste versenkt wurde, findet sich hier nun eine Gedenkstätte für die über tausend Toten.
Wir haben herrliches und (fast zu) heißes Wetter, so dass die Sandstrände, die es hier in einigen Buchten entlang der sonst steinigen Küste gibt, fast mediterranes Flair verströmen – aber mit viel weniger Badegästen und mit ständig wechselnder Küstenlinie wegen (des starken Tidenhubs).
Auf dem Campingplatz Dessert House bei Clonakilty verbringen wir einen ausgedehnten, sonnigen Nachmittag.
Heute beginnen wir entspannt und haben nur wenig Besichtigung auf dem Programm, kurz noch einmal gucken in Kilkenny und weiter geht es zum Rock auf Cashel.
Unsere Sorge schwer parken zu können, ist hier unbegründet, es gibt einen großen Parkplatz. Rock of Cashel ist als Kathedrale 1091 errichtet worden und von Cromwell 1647 abgebrannt worden. Die Gegend wurde protestantisch. Ein gewaltiger Koloss auf einem riesigem Felsen, umringt von einer soliden Mauer.
Danach geht es auf die Autobahn, denn wir wollten bis südlich von Cork wieder an die Küste. Wir finden ein netten Plätzchen zum Freistehen oberhalb von Kinsale am Charles Fort.
Dort haben wir einen herrlichen Ausblick auf die Bucht.
Es geht los! Auf zum ersten Leuchtturm, der gleich ein Highlight wird. Dieser Leuchtturm wurde im frühen 13. Jahrhundert erbaut und dient bis heute seiner ursprünglichen Aufgabe. Es soll einer der ältesten funktionsfähigen Leuchttürme der Welt sein. Bis 1791 gab es dort einen Kohlenfeuer, das dann durch eine Walöllaterne mit 12 Lampen mit einem Durchmesser von 3,9 Metern ersetzt wurde. Knapp 100 Jahre später wurden diese durch Gasbeleuchtungen ersetzt. Ab 1972 wurde Strom als Energie genutzt und 1996 wurde dann auf Automatikbetrieb umgestellt.
Hier lassen wir es uns mit einem „Full Irish Breakfast“ und Scones gutgehen.
Weiter geht es über Ausläufer der Blackstairs Mountains nach Kilkenny. Auf dem Weg schauen wir uns die Jerpoint Abbey an.
Das Kloster wurde 1160 vermutlich von Donal McGillapatrick, dem König von Ossory für die Zisterzienser gegründet. Im 15. Jahrhundert, als es zu Kilkenny gehörte, erlebte die Abtei ihre Blütezeit. 1540 wurde das Kloster auf Anordnung von Heinrich VIII. aufgelöst.
Heute sind nur Ruinen verblieben und man braucht eine Menge Fantasie, um der Beschreibung zu folgen.
In KIlkenny haben wir einen schönen Campingplatz und gehen von dort am Fluss entlang in die Stadt. Als erstes sehen wir das Castle.
Richard Strongbow ließ 1172 einen Holzturm errichten, der später zu einer Burg mit vier Türmen wurde. Die größten Teile des Schlosses wurden im 19. Jahrhundert errichtet.
Vom Schloss aus hat man einen wunderbaren Blick in den Rosengarten. Von dort geht es durch die Highstreet hin zur Kathedrale und durch die St. Kieran zurück.
Die Saint Canice’s Cathedral liegt am Nordende der Hauptstraße und ist die zweitgrößte Kathedrale Irlands und bildet so das andere Ende zur Burg. Das hochgotische protestantische Gotteshaus wurde 1251 begonnen, vieles stürzte ein, so dass nur noch der 30 Meter hohe Stumpf des Rundturmes steht. Sie wurde im 15. Jahrhundert vollendet. Besonderer Höhepunkt sind Glasfenster mit Darstellung von Leben, Kreuzigung und Auferstehung Jesu.
Von dort machen wir einen kleinen Abstecher zur katholischen St. Mary’s Cathedral. Sie ist das Wahrzeichen von Kilkenny.
Am Abend der Ankunft fahren wir noch etwa 50km bis nach Fethard, wo wir auf dem Platz „The Norman View“ für eine Nacht reserviert haben. Und tatsächlich ist der Ausblick auf’s Meer ganz schön.
Trotz einiger kleinerer Staus kommen wir pünktlich in Dunkerque an und warten auf die Verschifferung und auf der Fähre auf die Abfahrt.
Abends gibt es Fußball für alle Spanien gegen Belgien, die eine große Fangruppe haben.
Den nächsten Tag verbringen wir mit essen, lesen, spielen. Das Büffett ist gut, aber mit der Zeit gehen immer weniger hin. Wir sind alle irgendwann satt.
Da wir Donnerstag bereits um 16 Uhr abfahrbereit sind, geht es los. Abends landen wir in Venlo, was wir am Tag darauf besichtigen, bevor es zur Fähre nach Irland geht.
Vom Stellplatz laufen wir in die Stadt.
Nach leckeren Getränken in diesem netten Café, geht es zurück und weiter nach Dunkerque.
Nun endet bereits der gemeinsame Urlaub und Uwe bringt mittags die Familie nach Rovereto zum Bahnhof. Abends ziehen wir auf den neuen Stellplatz unter Olivenbäumen oberhalb von Bardolino um. Morgen mehr…
Natürlich darf auch beim Zeigen des Gardasees Sirmione nicht fehlen. Wie schon nach Limone heißt es erst einmal: Es sei Sturm, das Schiff fahre nicht. Da wir das inzwischen nicht mehr glauben, warten wir, bis es kommt. Es fährt. Auf der Ostseite des Sees ist es leicht windig und wir wundern uns, dass Sturm sein soll. Auf der anderen Seite des Sees bis kurz vor dem Anleger schlagen die Wellen am Schiff hoch und wir verstehen, warum das Schiff vielleicht nicht zurück fährt. Wir beginnen mit der Burg, schlendern durch die Gasse bis zu Catulls Thermen und wieder zurück.
Unterwegs wird deutlich, was für ein Wellengang auch in Richtung Osten herrscht und wir stellen uns langsam darauf ein, doch mal nach Bussen zu suchen.
Und dieses Mal warten wir alle nicht auf das Schiff, als man uns sagt, das Schiff fahre nicht, sondern rennen zum Bus, der in 7 Minuten fahren soll. Da warten wir dann fast eine halbe Stunde, erreichen allerdings einen Bus nach Peschiera mit gutem Anschluss dort nach Bardolino. So gehen die einen noch einkaufen und die anderen essen noch ein Eis. Später wird – wie jeden Abend – gespielt.