Mit dem Fahrrad steht heute eine kleine Rundtour Richtung Norden an: Durch die Salinen von Quimiac nach Kercabellec mit seinem Tidehafen…
…weiter zum Pointe-de-Merquel und dann zurück an der Küste entlang über Piriac-sur-mer.
Ein Reiseblog
Nach drei Nächten auf dem Seitenstreifen der Passstraße zum Col de la Colombiére ist es heute so weit: Am Nachmittag kommt die Tour de France hier vorbei. Gestern nachmittag wurde der letzte Kilometer vor der Passhöhe mit Gittern gesichert, so dass wir nun eingezäunt stehen.

Etwa 200m vor der letzten Passhöhe (Col de la Colombiére) steht das „noch 15 Kilometer“-Tor. Unser Logenplatz im Hintergrund.
Viele Hobbyradler nutzen – wie auch schon gestern Nachmittag – die Chance, auf der Originalstrecke zu fahren. Und viele Zuschauer kommen jetzt zu Fuß den Berg hinauf, um sich entlang der Strecke zu postieren. Für den öffentlichen Autoverkehr ist die Straße nun gesperrt, dafür kommen immer mehr Wagen mit Sondererlaubnis: Technische Streckenausrüstung, Mannschaftswagen, Fernsehen,…
Heute morgen kommt Geschäftigkeit auf dem Parkplatz am Col des Glières auf. Und wie sich heraus stellt, ist das ein schlechtes Zeichen: Ein freundlicher Mitarbeiter der Straßenverwaltung klärt uns darüber auf, dass hier ab übermorgen der ganze Parkplatz geräumt wird und wir also nicht bis zur Tour de France hier stehen bleiben können. Na immerhin wissen wir es jetzt so rechtzeitig (vier Tage vor der Etappe), dass wir uns noch etwas anderes suchen können. Also wieder los. Auf der anderen Seite der Hochebene ist zwar auch ein Parkplatz, aber dort das gleiche Spiel: Hier klärt uns ein freundlicher Gendarm auf, dass das Parken hier ebenfalls verboten ist.
Wir folgen der Streckenführung zum Col de la Colombiére hinauf – immer mit dem Blick auf den Seitenstreifen, ob sich wohl ein Plätzchen findet. Und da gibt es noch mehrere. Doch welcher ist der Beste? Schon hier unten anhalten? Oder kommt oben noch etwas Besseres? Wir wagen uns letztlich bis fast zur Passhöhe und werden fündig. So hatten wir uns das vorgestellt: direkt an der Strecke mit dem Liegestuhl auf die Karawane warten..
Heute sehen wir uns die Streckenführung der Tour de France an: Zunächst geht es zum Col de la Croix Fry, wo einige Wohnmobile auf dem Parkplatz stehen. Ob die sich wohl schon jetzt hier aufgestellt haben, um sich einen Platz an der Etappe nächsten Dienstag zu sichern? Vielleicht sind sie auch „nur so“ in Urlaub und Wandern gegangen.
Den steilsten Anstieg der diesjährigen Tour gibt es auf dem Weg zum Plateau des Glières: 6km mit 11,2% Steigung (knapp 700 Höhenmeter). Die Straße ist (wie viele Abschnitte auf dieser Strecke) ganz frisch asphaltiert und für unser Auto ist das kein Problem, aber mit dem Fahrrad…?

Auf dem Plateau des Glières haben sich offenbar die Landwirte durchgesetzt und die nächsten Kilometer bis zur anderen Seite der Hochebene (hinten im Bild) bleiben ein Schotterweg – eine Ausnahme bei der Tour de France.
Wir haben einen schönen Parkplatz direkt am Col des Glières gefunden und hoffen, dass wir hier bis zur Tour am Dienstag stehen bleiben können.
In aller Ruhe „trödeln“ wir durch die französischen Alpen, um am Dienstag die zehnte Etappe der Tour de France (die die erste Gebirgsetappe in diesem Jahr ist) hautnah zu erleben.
Auf dem Weg dorthin schauen wir uns Annecy an.
Die Nacht verbringen wir auf einem schönen Stellplatz am Lac de Thuy. Das liegt östlich von Annecy in den Bergen, dort wo die Tour de France entlang kommen wird. Morgen beginnt die Streckenbesichtigung.
Nachdem die Reparatur schnell erledigt ist (die Werkstatt können wir empfehlen!), fahren wir schon vor der Mittagspause weiter. Heute geht es durch die Schweiz nach Genf und wir verbringen den Abend auf einem schönen Stellplatz wenige Kilometer nördlich von Annecy
In der Nähe von Weil am Rhein (also kurz vor der schweizer Grenze bei Basel) bittet unser Auto mittels der schon erwähnten gelben Lampe erneut um Betreuung durch eine Werkstatt. Beim Autohaus Roll in Auggen (eine der FIAT-Camper-Werkstätten) erfüllt sich der Wunsch und das Ersatzteil ist auch vorrätig. So bekommen wir einen Termin zum Austausch des Rußfilter-Differenzdrucksensors für den nächsten Vormittag.
Also lernen wir den Stellplatz in Bad Bellingen kennen.
Kurz hinter Gießen bittet unser Auto mittels eines kleinen gelben Lämpchens darum, von einem Werkstatttechniker betreut zu werden. Da das am Samstag nachmittag nicht mehr klappt, entschließen wir uns spontan zu einem Besuch von Wetzlar.
Dem Wunsch unseres Autos kommen wir dann am Montag vormittag nach: Es war nur ein sporadischer Fehler, der nach dem Löschen aus dem Fehlerspeicher wieder verschwindet. „Wenn es nicht wieder auftaucht, brauchen Sie sich keine Sorgen machen…“ Wir werden sehen.
Nachdem wir heute morgen bei 10 Grad aufgewacht sind und in der Nacht Gewitter und Graupelschauer über uns hinweg zogen, hatten wir die Hoffnung auf einen sonnigen Abschluss schon fast aufgegeben – aber es wurde dann doch noch. Die Fahrt durch Norditalien fand im strahlenden Sonnenschein statt und so entschieden wir uns, noch einmal südlich der Alpen zu übernachten: In der Nähe des Comer See, unmittelbar vor der Schweizer Grenze. So kam es noch zu einem sehr sonnigen und warmen Nachmittag auf dem Womo-Stellplatz in Tavernola:
…und auch die „passive Solarheizung“ unseres rollenden Zuhauses hat prächtig funktioniert:
So machen wir uns morgen früh mit den schönen Erinnerungen an zwei Wochen Italien auf den Weg zurück nach Norden.