Nach einer Übernachtung an der Nordsee geht es weiter nach Gouda.Das Stadthuis steht mitten auf dem riesigen Markt, da 1438 ein Großbrand die Stadt in Schutt und Asche legte und das Stadthuis schwer beschädigte. Man beschloss deshalb das Rathaus freistehend auf dem Markt zu erbauen.
Gegenüber steht das Waaghaus. Das Gebäude wurde 1668 erbaut. Im Erdgeschoss wurde der Käse gewogen. Heute ist es ein Käsemuseum.
Nach einem Tag Pause geht es nach Den Haag und dort ins Mauritshaus und wir gucken uns Bilder u.a. von Johannes Vermeer an. Besonders bekannt ist das Mädchen mit dem Perlenohrring. Das Gebäude stammt aus dem 17.Jh und ist die königliche Gemäldegalerie mit berühmten Bildern.
Der Binnnenhof ist das politische Zentrum der Niederlande und Sitz der Ersten und Zweiten Kammer des Parlaments. Leider kann man den Binnenhof auch die nächsten drei Jahre nicht besichtigen. Es wird aufwändig renoviert. Einige Gebäudeteile stammen aus dem 13. Jahrhundert.
Durch die Stadt geht es zum Internationalen Gerichtshof. Dort können wir eine sehr interessante Ausstellung ansehen.
Vermeer ist überall… obwohl er nur 37 Bilder gemalt hat. Neben schönen Grachten und Häusern geht es in Delft um den niederländischen Maler Johannes (Jan) Vermeer, der hier gelebt und gearbeitet hat.
Da nach seinem Tod alle Bilder versteigert wurden, gibt es in Delft keine Bilder von ihm. In der Lucas Gilde werden aber in einer Ausstellung seine Bilder gezeigt und in vielen Aspekten erklärt, Motive auf den Bildern und ihre Bedeutung, sowie das besondere Licht etc.
Fast täglich kommen wir an tollen Chocolaterien vorbei – oder eben nicht vorbei, meist betreten wir sie und kaufen uns ein paar wenige ausgewählte Pralinen.
Typisch sind weiterhin die vielen Grachten, aber auch die Fahrräder.
Es ist deutlich der Herbst angebrochen. Hier ist die Alte Kirche (Oude Kerk) zu sehen.
Heute steht Haarlem auf dem Programm. Die Stadt ist unwesentlich älter als Amsterdam und hat seit 1245 Stadtrechte.
Wir machen einen Rundgang durch das historische Zentrum. Wir beginnen am Grote Markt. Er gilt als schönster Platz der Niederlande. Im 13./14. Jahrhundert war der Platz wesentlich größer,weil sich damals auf der Südseite keine Gebäude befanden. Heute steht da das Rathaus.
Auf der anderen Seite des Platzes liegt die Grote Kerk, die man schon von weitem sieht, wenn man nach Haarlem hineinfährt. Der heutige Bau der St. Bavo-Kirche stammt von 1370-1538. 1572 setzt sich die Reformation durch: Die Bilder verschwinden aus der Kirche und werden mehrheitlich zerstört.
1766 spielt der 10-Jährige Mozart auf der 1738 von Christian Müller erbauten Orgel. Es soll die größte der Welt sein.
Bei herrlichem Wetter laufen wir durch die Gassen der Stadt.
In den kleinen Gassen gibt es keine Gärten, deshalb spielt sich das Leben vor der Tür ab.
Nach dem Museum fahren wir am Nachmittag noch an die Küste nach Zandvoort. Als Küstenkind musste ich dringend ans Wasser, Wellen gucken und am Strand laufen. Zandvoort ist seit über 175 Jahren Seebad, vor allem für die Amsterdamer und Touristen aus dem Ruhrgebiet. Die Häuser sind alle erheblich jünger, da Zandvoort im 2. Weltkrieg wie viele Küstenstädte erheblich zerstört wurde.
Es hat aber einen breiten und sehr schönen Sandstrand zum Laufen. Den Abend genießen wir auf einem Stellplatz oberhalb des Strandes.
Heute steht Alkmaar auf dem Programm. Es ist deutlich kühler, da es bedeckt ist. Auch hier gibt es über 400 historische Gebäude, sie sind nur weiter verteilt. Gegen 10.30 Uhr ist sonntags noch kein Mensch zu sehen.
Neben Grachten, großen Kirchen gibt es viele alte Stadthäuser zu bestaunen.
Das Waaggebäude stammt aus dem 14. Jahrhundert und beherbergt das Käsemuseum. Vor dem Gebäude findet im Sommer der Käsemarkt statt.
Die Käsehandler stehen vor dem Käsemuseum. Zwischendurch waren wir bei Anne&Max im Kaffeehaus mit leckeren holländischen Süßigkeiten und Kuchen.
Wir genießen weiter das schöne Wetter und erkunden die alte Stadt Hoorn. Sie hat 60.000 Einwohner und wurde im 14. Jh von norddeutschen Kaufleuten gegründet.
Auf dem Marktplatz befinden sich neben Museen viele Cafes.
Natürlich gibt es viele Grachten
und einen Hafen. Insgesamt gibt es noch über 300 historische Gebäude in der Stadt.
Nach vielen Landstraßen und Ministräßchen kommen wir nach Harlingen und gucken uns Grachten, alte Häuser und Segelboote an. Hier beginnen einige Segeltouren zu den Inseln und ins Ijsselmeer.
Heute steht die Hauptstadt von Litauen auf dem Programm. Wir tun alles, was Touris so an einem Tag tun. Als erstes geht es auf den Gediminas Berg zur Burg hinauf, die auf einem hohem Felsen thront. Hier entstand Vilnius im 14.Jh.
Unten ging es zur Kathedrale von St. Stanislaus und St. Ladislaus. Dieser Bau stammt aus dem 18. Jh und wurde im klassizistischen Stil erbaut. In der Sowjetzeit diente die Kathedrale als Lagerhaus oder Konzerthalle, ab 1989 wurde sie erneut geweiht. Der Glockenturm war ursprünglich ein Teil der Stadtmauer und steht daneben. Er ist 57 m hoch.
Hinter der Kathedrale steht der Palast der litauischen Großfürsten. Das Barockschloss stammt ursprünglich aus dem 17. Jh und wurde orginlgetreu nach 1991 so restaurieriert.
Die Universität der Stadt Vilnius wurde 1579 in der Zeit der Gegenreformation gegründet. Im 19. Jh. entwickelte sie sich zu einer der bedeutendsten Bildungseinrichtungen Europas. Neben einem 64 m hohen Glockenturm, der Barockkirche und einem Saal voller Fresken gehört die Bibliothek zu den Sehenswürdigkeiten.
Über die Pillies gatve, die große Fußgängerzone, geht es nach Süden zum Rathausplatz,der Kasimirkirche, die in der Sowjetzeit ein Museum für Atheismus war, bis zum Tor der Morgenröte.
Über die Choralsynagoge geht es zurück in die Fußgängerzone und nach einem litauischen Essen zurück zum Auto.