Wir sind nach dem „Kirchentag auf dem Weg“ in Leipzig mit tollen Konzerten in Schweden angekommen und auf einem kostenlosen Stellplatz in Raa nähe Helsingborg mit Blick auf Hafen.
Ein Reiseblog
Wir sind nach dem „Kirchentag auf dem Weg“ in Leipzig mit tollen Konzerten in Schweden angekommen und auf einem kostenlosen Stellplatz in Raa nähe Helsingborg mit Blick auf Hafen.
Auf dem Weg zurück fuhren wir am La Vialla in der Toskana vorbei.

Wir kaufen ordentlich ein und nehmen eine Brotzeit im Hof.
Weiter geht es bis zum Gardasee nach Bardolino auf den Campingplatz und abends zum Eis essen. Pompelmo war noch nicht da. 🙂 Wir versuchen es heute erneut.

Heute stand der Höhepunkt der Reise auf dem Programm. Immer wieder haben wir uns den Ätna von allen Seiten angesehen und bewundert, nun ging es mit der Seilbahn hinauf. Damit wir (auch bei der aktuellen Sicherheitslage seit dem Beginn der Ausbrüche Ende Februar) was zu sehen bekommen, fuhren wir weiter mit dem Raupenfahrzeug auf 2900 m. Zu dieser Jahreszeit fuhren wegen der geschlossenen Schneedecke noch keine Allradbusse.

Von dort gingen wir einen kleinen Teil mit unserem Bergführer zu Fuß…

…bis auf ca. 1 m an den Lavastrom heran, der sich vor uns ganz gemächlich dieses Mal nach Norden fortbewegte und daher an uns vorbei kam. Bisherige Ströme gingen nach Südosten und wären außerhalb des Sichtfeldes gewesen. Seht ihr die hellere Linkskurve? Dort floss die Lava knapp an uns vorbei.

Was von unten so harmlos aussah, wirkte so nah dran doch ganz anders, der gesamte Nebenkrater versank im Dampf und war nicht zu sehen.
Allerdings gab es keine neuen Eruptionen, sondern „nur“ Lavaausströmungen – sonst wären wir nicht so weit hinauf gekommen.
Am Nachmittag machten wir uns auf den Weg zu einem Stellplatz Richtung Norden, um morgen in Messina auf die Fähre zu gehen. Wir wollen noch auf dem Weg nach Norden kleinere Abstecher machen, mal sehen, ob das so klappt.
Nach vier Faulenzertagen war heute wieder ein großes Besichtigungsprogramm angesagt: Taormina.
Wir parken unten am Wasser und fahren mit der Seilbahn hinauf und laufen später hinunter.

Natürlich besichtigen wir das Teatro Greco: Es ist nicht ganz klar, ob es griechisch oder römisch ist. Vermutlich von den Griechen erbaut (wegen der Aussicht) und von den Römern umgebaut, z.B. mit der Ziegelwand im Hintergrund. Zur römischen Zeit wurden Gladiatorenkämpfe durchgeführt.
Weiter geht durch die Stadt zum Duomo, durch die Stadtore und zum Eisessen, der Rückweg führt uns durch den Giardino Pubblico wieder die Treppen hinab Richtung Strand.

Heute übernachten wir auf einem Agriturismo (Weingut) in der Region Ätna Nord bei Rangazzo.
Heute ist „Teilfaulenzer-Tag“. Wir fahren nach Noto, was gar nicht so leicht ist, da uns auf dem gefühlt einzigen Weg eine Brücke mit 2,40 Meter Höhe, die Weiterfahrt verhindern will, aber nicht mit uns. Das gucken wir uns erst einmal an 🙂 und wir passen in der Mitte der Straße gut durch. Es ist wenig Verkehr.
Noto ist ein kleines Barockstädtchen, wie so viele hier nach dem Erdbeben 1693 neu aufgebaut. Das Besondere: Es ist aus Sandstein gebaut und strahlt dadurch gelblich in der Sonne, die wir heute reichlich haben. Bereits um 9 Uhr ist die kurzärmlige Bluse nicht verkehrt.
Wir flanieren hier im Corso Vittorio Emanuele an der Kathedrale vorbei.

Die Straße nach Syrakus hat schon wieder eine Brücke von 2,40 m Höhe. Sie sieht aus der Ferne niedriger aus, deshalb entscheiden wir kurzfristig doch ins Naturschutzgebiet zu fahren, was eigentlich schon gestrichen war.
Denn die Auffahrt zur Autobahn ist auch gesperrt und mehr Wege gibt es nicht.
Das Naturschutzgebiet „Orientata Cavagrande“ wirkt wie ein kleiner und grüner Grand Canyon., wer genau hinsieht, kann ein paar Wege erkennen.
Hier kommt man nur mit Registrierung hinein, damit man, falls man verloren geht, gefunden wird. Noch war das Tor geschlossen.

Gegen 13 Uhr sind wir dann bereits in Syrakus auf dem Stellplatz am Teatro Greco. Da es uns hier in der Sonne gut gefällt, grillen wir und genießen einfach nur die Sonne.
Heute steht der Tag wieder im Zeichen der Tipps einer uns fremden Sizilianerin (danke Joachim).
Wir fahren heute an der Südküste entlang bis zum südlichsten Punkt Siziliens und Portopalo und von dort aus nach Norden.

am Punta Castellazzo
An der Südküste finden sich Dünen und lange Sandstrände und absolut klares Wasser, was wir beim Spaziergang am südlichsten Punkt Siziliens noch einmal deutlich erleben.
Weiter geht es nach Marzamemi, wo gefühlt alle Italiener der Gegend zum Essen aus waren. Es ist ja Sonntag und herrlich warmes Wetter.

Weiter gen Norden geht es in den Naturpark „Riserva Naturale Vendicari, in dem wir dann spazieren gehen.
Eine interessante Mischung aus Lagunenseen mit Schilfgras und großen Kakteen keine 200m auseinander.

Riserva Naturale Vendicari
Unser „Naturtag“ geht am Meer nahe Avola mit einem Glas Wein zu Ende.
Heute waren wir – wieder einem Tipp folgend – in Donnafugata in einem Schloss nahe Ragusa. Mal etwas anderes. Hier abgebildet die Bibliothek.
Das Schloss dient vielen italienische Filmen als Kulisse.

Weiter ging es nach Ragusa, wo wir uns vor allem die Altstadt Ibla angeguckt haben.

Von dort ist es nicht weit nach Modica, „die Schokoladenstadt“
Erst durch die Altstadt….

und dann Schokolade kaufen in einem der traditionellen Läden.

Hier gibt es Schokolade, die ohne Kakaobutter hergestellt wird und in der die kristalline Struktur des Zuckers noch erhalten ist. Irgendwie anders und lecker. In der Antica Dolceria Bonajuto – einem der alteingesessenen Traditionsbetriebe für Schokolade aus Modena – hat Uwe eingekauft…
Heute stehen die für uns vorerst letzten griechischen Tempelruinen auf dem Programm.
Wir sind in Agrigento im Tal der Tempel. Als Erstes kommen wir zu den Überresten des Kastor-und-Pollux-Tempels.

Zeustempel und andere große Tempel sind nicht erhalten bzw. wieder aufgebaut, weil viele Steine für Baumaßnahmen der Umgebung in den Jahrtausenden genutzt wurden.
Der Concordiatempel ist gut erhalten, weil er im 8. Jahrhundert zur Kirche umgebaut und so anders genutzt wurde.
Die Mauern der Kirche haben die Tempelsäulen bei Erdbeben geschützt.

Auf dem Rückweg kommen wir am Giardino della Kolymbetra vorbei, ein Garten, der bereits im 5. Jh. angelegt wurde und sehr artenreich ist. Viele Pflanzen, die bereits andernorts ausgestorben sind, wachsen hier noch.

Nach der Besichtigung starten wir an die Nordküste nach Cefalu, da die Südküste an dieser Stelle nicht so sehenswert ist und wir unbedingt Cefalu und den Parco delle Madonie sehen möchten, bevor wir dann in das Inselinnere zurückkehren.
Obwohl die Hälfte Autobahn war, war es eine abenteuerliche Fahrt durch tiefe Schlaglöcher.
Wie angekündigt standen nun heute griechische Ausgrabungen in Selinunte bei herrlichsten Wetter an, ja wenn der Wind nicht wäre.

Hier kann man die Ausmaße des größten Ausgrabungsfeldes Europas erahnen, es ist nicht vollständig.
Von dort oben ging es zur Akropolis auf der anderen Seite, ein schöner Spaziergang. Vorbei an vielen „alten kaputten Steinen“ wie Uwe sie gern nennt.

Natürlich haben wir uns auch Marinella kurz angesehen, schließlich haben wir hier gewohnt. Alles noch sehr ruhig.
An anderen Stellen wird gebaut und renoviert.

Da wir genug Strom haben und nicht mehr so weit fahren wollen, halten wir in Seccogrande, wo wir mit herrlichem Blick auf das Wasser stehen, Kuchen backen, Tee trinken, spielen und einfach die Sonne genießen. Leider können wir bei dem Wind nicht draußen sitzen.

Heute geht es nach Erice, einer kleinen niedlichen Stadt auf einem Felsen. Der Vergleich mit Rotenburg ob derTauber ist ein wenig weit gegriffen, aber der Ausblick ist in alle Himmelrichtungen gigantisch.
Hier merken wir, dass wir außerhalb der Saison unterwegs sind: keine Parkgebühren, alle Kirchen geschlossen und kaum Geschäfte offen.

Blick auf Castello Pepoli (Privatbesitz) und Stadt
Weiter geht es an Trapani vorbei Richtung Segesta. Wir folgen guten Vorsätzen und lassen auch einmal etwas aus.
So fahren wir ins Landesinnere nach Segesta und nehmen uns Zeit die Ausgrabungsstätte der Stadt der Elymer anzusehen.
Als Erstes steigen wir zum griechischen Tempel hinauf, der nie fertig wurde.

Auf dem 431 Meter hohen Monte Barbaro gegenüber liegt neben vielen Ruinen, für die man viel Vorstellungskraft braucht, noch ein relativ gut erhaltenes griechisches Amphittheater. Der Blick war natürlich damals nicht so frei, weil dort das Bühnengebäude stand.
Warum schon wieder griechisch? Wenn auch nicht mit den Griechen verbündet, nahm man diese Einflüsse gern auf. Der Hügel erlebte noch die Römer, die Araber, Christen und Muslime in der Zeit des Mittelalter. So finden sich dort Reste einer Basilika und einer Moschee.

Den Abend verbringen wir bereits in Selinunte, wo es morgen mit einer griechischen Ausgrabungsstätte weitergeht.
Sie soll so groß sein, dass da Elekrokarren fahren, für alle die nicht laufen wollen oder können. Wir sind gespannt.